Bruno Weil B282 Schreibtisch für Thonet-Frères Paris – Bauhaus Stahlrohr Design der 1930er Jahre
Model: B282
Material: verchromtes Stahlrohr, lackierte Holzplatten
H 76,5 cm W 137 cm T 76 cm
Jahr: 1930s
Zustand: original
Menge: 1
Preis: 6.800 €
Der Stahlrohr-Schreibtisch B282 wurde in den frühen 1930er Jahren von Bruno Weil, auch unter seinem Künstlernamen „Bewe“ bekannt, für das Programm von Thonet-Frères Paris entworfen. Er gehört zu den eigenständigen Entwürfen der europäischen Bauhaus-Moderne und nimmt innerhalb des Thonet-Umfelds eine besondere Stellung ein.
Bruno Weil war der Stiefsohn des Thonet-Mehrheitseigentümers Leopold Pilzer und übernahm Ende der 1920er Jahre die Leitung von Thonet-Frères Paris. Unter dem Pseudonym „Bewe“ entwickelte er eigene Möbelentwürfe im Stil der Bauhaus-Moderne und prägte die gestalterische Ausrichtung des Unternehmens nachhaltig. Darüber hinaus war er maßgeblich daran beteiligt, die avantgardistischen Entwürfe von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand in die Thonet-Kollektion aufzunehmen.
Das Modell B282 zeichnet sich durch seine klare Konstruktion aus. Das verchromte Stahlrohr bildet einen zurückhaltenden Rahmen für die Arbeitsplatte und den seitlich integrierten dreischübigen Container. Originale Walzengriffe sowie die abschließbare obere Schublade gehören zu den charakteristischen Details dieses Modells.
Der angebotene Tisch befindet sich im musealen Originalzustand und besitzt eine schöne authentische Oberfläche.
Stahlrohrmöbel dieser Art stehen exemplarisch für die Entwicklung der europäischen Moderne zu Beginn der 1930er Jahre. Die Kombination aus Stahlrohr und Holz prägt den Charakter dieses Entwurfs.
Literatur:
Thonet Steckkarten Katalog, 1932
Alexander von Vegesack: Deutsche Stahlrohrmöbel, Bangert Verlag